Foto, Landschaft verschwindet im Nebel, von Hannelore Schmid http://www.goldbeere.de/


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Ben

Der Therapiehund im Tageszentrum - Aktive tiergestützte Aktivitäten für Menschen mit Demenz


Ben der Therapiehund

Ziel unserer Arbeit ist eine gute Betreuung von Menschen mit Demenz. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn sie sich in einem fortgeschrittenem Krankheitsstadium befinden. Vorstand und Team des Tageszentrums sind daran interessiert, die Qualität der Betreuungsarbeit kontinuierlich zu verbessern und neue Interventionen zu erproben.

Nachdem Frau Euler, die Leiterin des Tageszentrums, von der positiven Wirkung ihrer Katze auf die Gäste berichtete, entstand die Idee, einen Therapiehund gezielt bei der Betreuung unserer Gäste im Tageszentrum einzusetzen. Die Rahmenbedingungen sind durch den großen Garten und der Bereitschaft von Euler, den Hund bei sich aufzunehmen und zu versorgen, gegeben.

Das Problem der Finanzierung des Projektes Therapiehung, halfen uns die Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land, sowie die Berenbrok-Winterstein-Stiftung mit großzügiger Unterstützung zu lösen.

Generell richten sich die Anforderungen an einen Therapiehund nach dem, was von ihm erwartet wird. Die folgende Aufzählung zeigt die vielfältigen therapeutischen Handlungsfelder, in denen der Hund eine wichtige Hilfe darstellen kann¹:

¹ Badelt-Vogt: Tiergestützte Therapie bei Demenzkranken, Projektarbeit, Juli 2004, S. 11/12

Ben der Therapiehund mit der Hundetrainerin und Tieraerztin Fr. Kaminski

Weitere positive Aspekte werden von Prof. Dr. Erhard Olbrich von der Universität Erlangen-Nürnberg und Ines Jonas, Mitarbeiterin im Kuratorium Deutsche Altershilfe in der Broschüre „Ein Plädoyer für Tierhaltung in Alten- und Pflegeheimen“ beschrieben, der die folgenden Aufzählungen entnommen sind²:

Physiologische Wirkung

Psychologische Wirkung

Soziale Wirkung

² Jonas; Olbrich 1998

Ben der Therapiehund

Zum Einfluss tiergestützter Aktivitäten auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz liegen wissenschaftliche Untersuchungen vor, die positive Effekte in den Bereichen Wohlbefinden, Konzentrationsfähigkeit und Orientierungsfähigkeit bei geringerer Depressionsneigung belegen. (Vgl. Olbrich 2001, Greiffenhagen 1991, Schillinger 2004)

Als geeignete Hunderassen kommen Labrador und Golden Retriever in Frage, wobei die Hunde der Rasse Labrador vom Charakter her noch etwas belastbarer sind. Wir haben uns für einen Labrador entschieden, nicht zuletzt auch deshalb, weil es in Nidderau eine sehr erfahrene Züchterin, Frau Nina Pürzl, gibt. Diese arbeitet eng mit einer Tierärztin zusammen, die Hunde ausbildet.

Am 30. April 2010 wurde der vierte Wurf einer Zuchthündin geboren. In den ersten acht Wochen verbleiben die Welpen bei der Mutter. Während dieser Zeit kann die Entwicklung beobachtet und eingeschätzt werden, welche der Welpen sich besonders gut für den Einsatz als Therapiehund eignen wird. Die Auswahl des Hundes für das Alzheimer Tageszentrum erfolgte durch Züchterin und Tierärztin, die bereits in der 7. und 8. Lebenswoche damit begonnen haben, den Welpen auf das Leben im Tageszentrum vorzubereiten.

So hat denn nun Ben zu uns gefunden, der smarte Zeitgenosse auf den Bildern oben. Wie es mit Ben weiter geht, lesen sie auf seiner eigenen Seite.